Das ganz normale Leben
Schillerplatz, Oktober 2013, Stuttgart
Das ganz normale Leben
Hauptbahnhof Stuttgart, Februar 2014

Das ganz normale Leben

Da ich seit einigen Jahren für meine Fotografie auf der Straße fast ausschließlich mit Brennweiten von 35 bis 50mm unterwegs bin haben sich meine Gewohnheiten fast ausschließlich auf die damit verbundenen Möglichkeiten eingespielt. Um mit meiner Kamera nah am Geschehen zu sein bewege ich mich oft relativ nah an die zu fotografierenden Motive heran.

Ich bewege ich mich dadurch oft über meine eigene Komfortzone hinaus und damit auch ein Stück weit in den Persönlichkeitsradius der betreffenden Person hinein. Ich empfinde das auch als einen fairen und ehrlichen Kompromiss den ich für jedes Bild eingehen muss. Wenn man einmal die anfängliche Scheu vor der Nähe abgelegt hat, kann man sich so viel freier und ungezwungener am Ort des Geschehens bewegen. Man wird sogar für einen Moment Teil des Geschehens. Als Aussenstehender Beobachter verpasst man auch das meiste. Zumindest wenn man an Menschen interessiert ist.

Natürlich ist es oft nicht leicht sich auf ständig wechselnde Situationen einzustellen und die eigene Komfortzone zu überwinden aber letztendlich gewöhnt man sich mit etwas Übung auch daran und man wird dafür reich belohnt. Man spürt das Leben um sich herum und taucht für einen kurzen Augenblick in flüchtigen Momente von Glück, Traurigkeit, Freude und der Langeweile einer oder mehrerer Personen ein. Geschichten die das Leben schreibt. Das alltägliche Leben der ganz normalen Menschen ist voll von filmreifen Geschichten und Eindrücken.